Anime Vorstellung: No Game no Life (Gastartikel)

Ich möchte euch gerne einmal den Anime No Game no Life vorstellen und eventuell auch etwas schmackhaft machen. Der Anime wird in Deutschland durch KSM Anime veröffentlicht und ist bereits komplett in 3 Volumes mit einem schönen Schuber im Handel erhältlich.

Darum geht’s in No Game no Life

In No Game no Life geht es um die beiden Geschwister Sora und Shiro.
Sie leben sehr zurückgezogen in ihrer kleinen Wohnung und spielen am liebsten den ganzen Tag Videospiele. Zudem sind die beiden Geschwister auch noch sehr intelligent und lieben Rätsel über alles. Eines Tages erscheint auf einem ihrer Bildschirme eine Art Einladung und, nachdem sie diese bestätigt haben, finden sie sich in einer anderen Welt wieder. Hier müssen sie nun einige Rätsel lösen und leben sich gut ein.

Ich war anfangs sehr, sehr skeptisch was den Anime betrifft. Ich habe dann aber doch mehr und mehr Gefallen an No Game no Life gefunden und spätestens mit der finalen Spielrunde hat der Anime mein Herz erobert.

Zu Beginn fand ich es sehr übertrieben, wie gut das Geschwisterpärchen, welche unter dem Pseudonym „Blank“ auftreten, in MMORPGs dargestellt werden. Shiro hat sogar im wahrsten Sinne des Wortes mit Händen und Füßen gespielt, was dann doch etwas übertrieben rüber kam. Aber später in der Serie merkt man, wie Übermenschlich die beiden doch sind, vor allem was ihren Intellekt betrifft.

Es gab ein paar Folgen zwischendrin, die ich langweilig oder gar uninteressant fand, da einfach nichts passiert ist und zu viel geredet wurde. Einige der Besten Folgen waren die, in denen Rätsel gelöst werden mussten oder eine Intelligenzbestie gegen eine andere angetreten ist. Im Anime treffen Blank auf einen Engel, genannt Jibril, gegen den sie zu Beginn kämpfen.
Dieser Kampf war einfach atemberaubend ist mir auch heute noch im Gedächtnis geblieben. Außerdem gibt es auch viele Lustige Szenen zu sehen, da der Anime wirklich mit Humor um zu gehen weiß. So sehen wir z. B. eine der Hauptcharakterinnen, Steph, in einer Folge als Hund rumlaufen, was nicht nur süß war, sondern auch zu vielen lustigen Situationen geführt hat. Außerdem zeigt einem der Anime immer wieder, wie unterschiedlich Menschen denken können und an Probleme herangehen. So zeigt Sora uns oft einige Beispiele, wie man ein Problem lösen kann, ohne an das offensichtliche zu denken. Das hat mir mehr als einmal den Atem verschlagen.

Der Anime trumpft nicht nur mit richtig tollen Charakteren, sie entwickeln sich zudem durch das Aufeinandertreffen mit Blank weiter. Diese Entwicklung der Charaktere fand ich den ganzen Anime über sehr interessant und aufregend, auch, wenn manche Stellen wie bereits erwähnt eher langweilig waren. So kann auch ein Charakter einen Kampf gewinnen, mit dem man niemals gerechnet hat und dahingehend wurde ich mehr als einmal in diesem Anime überrascht.

Obwohl Sora und Shiro sehr überhebliche Charaktere sind, habe ich sie dennoch sehr lieb gewonnen, auch, wenn Shiro manchmal schon fast nervig rüber kommt. Die beiden sind auch sehr unterschiedlich, was zusätzlich die Dynamik des Animes ankurbelt. Sora ist dabei eher der Typ, der Menschen gut manipulieren oder umstimmen kann, während Shiro sehr gut mit neuen Situationen und kniffligen Rätseln umzugehen weiß. Jibrill und Steph, die neuen Gefährten von Blank, sind mir schnell sehr ans Herz gewachsen und es hat Spaß gemacht, ihnen zuzusehen.

WTF, No Game no Life hat nur 12 Folgen?

Generell muss ich aber sagen, dass ich nicht verstehe, wieso der Anime nur 12 Folgen hat. Das Setting bietet so viel Potential für viel, viel mehr und dann wurde nach 12 Folgen einfach ein Cut gemacht und ungenutztes Potential bleibt übrig. Wirklich sehr Schade, vor allem, weil keine zweite Staffel in Sicht ist. Aber ein Kinofilm ist immerhin in Aussicht.

Wer nach dem Anime noch Lust auf mehr hat, kann gerne zu der Light Novel oder dem Manga greifen. Leider haben beide (noch?) keine Veröffentlichung in Deutschland, aber man kann sie auf Englisch lesen.

No Game no Life sticht definitiv aus der Masse der existierenden Animes heraus, allein schon von der Optik. Das Studio hat sich dafür entschieden, eine unkonventionelle Farbgestaltung zu nehmen. Der Anime ist von vorne bis hinten bunt. Die Welt, in der die Menschen dort leben ist ebenfalls bunt und passt daher zu dem tollen Charakterdesign, sowohl von den dortigen Bewohnern, als auch von Sora und Shiro selbst.

Generell ist die Serie für Gamer und Liebhaber von Glücksspielen sehr zu empfehlen. Ich persönlich stehe total auf das Genre Glücksspiel, weil ich es liebe, die Rätsel mit zu raten und überrascht zu werden. Was das angeht hat mich der Anime erfolgreich umgehauen und mir richtig Lust auf mehr gemacht. Der Anime ist nicht perfekt, ich hatte aber meinen Spaß und möchte ihn unheimlich gerne noch einmal ansehen. Ich hatte ihn damals auf Japanisch angesehen, da wir ihn aber auch in Deutsch hier stehen haben bin ich schon sehr gespannt auf die deutsche Synchronisation.

About Mia

Hallo, mein Name ist Mia und ich bin 25 Jahre alt. Gemeinsam mit meinem Verlobten Fuma betreibe ich den Blog www.houseofanimanga.de, wo es nicht nur um Animes und Mangas geht. Ich liebe diese beiden Hobbys über alles, bin aber auch ein absoluter Film- und Serienjunkie oder lasse meinen Abend auch gerne mit zocken ausklingen. Auch habe ich nichts gegen ein gutes Buch am Wochenende einzuwenden. Ich hoffe, dass dir mein Gastbeitrag gefallen hat.

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