Assassins Creed Origins

Assassins Creed Origins – Endlich mal ein gutes Assassins Creed?

Assassins Creed Origins – Assassins Creed ist kein leichtes Thema, ganz im Gegenteil. Ubisoft hat sich in den letzten Jahren nicht unbedingt mit Lob überschütten lassen, sondern wurden eher in der Luft zerrissen. Vor allem gerade wegen deren Einstellung jedes Jahr ein neuen Teil rausbringen zu müssen.

Man merkte dass das Spiel an Qualität einsteckte. Nicht nur in Hinsicht der Story, des Gameplays – auch und vor allem deswegen, auf technischer Ebene. Spiele waren mit tausenden von Bugs überschüttetet. Besonders zu Beginn des Release eines Games. Zwar wurde dies von Zeit zu Zeit besser, allerdings versuchte man nie die Fehler zu 100% auszubessern. Was wirklich schade ist, dabei hat AC zu Beginn der Reihe eine wirklich große Entwicklung durchgemacht.

Wenn wir uns einmal genauer den ersten Teil der Reihe, welcher vor zehn Jahren erschien angucken und dann den zweiten Teil betrachten, merkt man schon einen gewaltigen Unterschied. Ich würde jetzt einfach mal behaupten das ab dem dritten Teil die Reihe einen Tiefpunkt hatte, welcher leider auch beibehalten wurde. Anstatt mal von der altbekannten Ubisoft-Formel abzukommen und was neues ausprobieren, klammerte man sich an diese fest. Nicht nur AC musste darunter leiden, sondern auch alle anderen Spiele. Man hätte hier auch einfach mal versuchen können die Formel anders zu verpacken.

Strand, Wasser und Bäume - Assassins Creed OriginsWie dem auch sei, leider wartete man dort vergebens auf Einsicht. Bis dann endlich mal für ein Jahr Ruhe war. Ein Jahr ohne Assassins Creed, wenn wir mal von dem grottigen Film hinwegsehen. Und 2017 war es dann endlich so weit.

Assassins Creed Origins, der Release stand schon vor der Haustür. Es soll sich einiges verändert haben. Vom Gameplay, aber auch von der Erzählung der Geschichte, von der Aufmachung. Mit Origins soll die Reihe zum neun Leben erweckt werden und so zu sagen von Null starten. Man möchte hier ganz klar einen Neustart versuchen. Aber hat das denn auch geklappt?

Assassins Creed Origins – Ein Beschützer mitten in der Wüste

Das Schema der Geschichte in Assassins Creed Origins bleibt im Grunde dem alten Rezept der Reihe treu. Rache wird hier besonders groß geschrieben. Eventuell sogar noch größer als in den anderen Teilen.

In Origins spielen wir einen jungen Mann namens Bayer. Und er ist kein Assassinen, er selbst ist ein Medjay. Dies ist sozusagen der Beschützer der Einwohner bzw. Die Leibwache des Pharaos. Im Grunde eine Art Polizei, welcher sich darum kümmert das es den Menschen gut geht.

Bayek der Protagonist aus Assassins Creed OriginsEr selbst jedoch befindet sich auf einem Rachefeldzug da sein Sohn von Maskierten Männern getötet wurde. Nun möchte er diese Männer so schnell es geht tot sehen. Nicht nur er, sondern auch seine Frau ist mit von der Partie, welcher ihm tatkräftig unterstützt. Mehr oder weniger. Aber auch sie spielt eine größere Rolle, was etwas an Syndicate erinnert, denn auch sie darf gespielt werden – aber mehr möchte ich auch nur ungern verraten.

Unsere Aufgabe ist es nun nach einer bestimmten Reihenfolge eine Liste abzuarbeiten, mit Personen die wir dann töten müssen. Dabei gibt es den ein oder anderen Weg. Man kann sich natürlich durch die Gegner schlachten oder man geht ganz unbemerkt vor, in dem man sich an seine Ziele anschleicht und diese dann erledigt. Alt bekanntes halt.

Der Unterschied zu den alten Teilen ist hier jedoch sehr stark zu merken. Man merkt das Ubisoft sich endlich mal etwas mehr Zeit genommen hat und sich auch viel mehr Mühe gibt, dem Spieler die Geschichte näher zu bringen. Vor allem lässt man sich hier viel mehr Zeit mit den Charakteren, welchen einem auch wirklich ans Herz wachsen.

Die Charaktere werden nach und nach vorgestellt. Man lässt sich hierbei genug Zeit, es entsteht kein Stress und man erfährt genug über diese. Einige Charaktere sind sogar so sympathisch das man richtig mitfiebert.

Die einzelnen Szenen bzw. wie die Geschichte erzählt wird, ist verdammt gut umgesetzt. Diese wird spannend erzählt und man will unbedingt wissen wie es weitergeht.

Ein Assassins Creed welches sich gut spielt?

Eine der größten Veränderungen im gesamten Spiel ist natürlich das Gameplay, welches sich zu den anderen Teilen sehr stark verändert hat. Es ist zum einen anspruchsvoller als die Teile zu vor – vor allem was die Kämpfe angeht, aber auch viel viel dynamischer.

Das Kampfsystem ist ein perfektes Beispiel. Hier kann man sich nicht mehr durch die Gegner schlachten, so wie man es gewohnt ist.

Hier muss man ausweichen, parieren und kann dann im richtigen Moment angreifen. Dies erinnert etwas an Dark Souls. Soll aber nicht heißen dass das Kampfsystem geklaut wurde – denn das wurde es nicht. Das Kampfsystem fühlt sich so 

Assassins Creed Origins - Vater und Sohn

viel runder an. Es macht viel mehr Spaß, als in den anderen Teilen, es ist flüssiger und schneller und vor allem nicht mehr ganz so leicht, wie sonst. Wobei auf dem leichtesten Schwierigkeitsgrad das Ganze dann doch sehr einfach wird.

Aber bloßen drauf hauen wird einem hier nicht mehr viel weiterbringen.

Ist das nun ein Rollenspiel?

Eine weitere Neuerung ist, dass man hier versucht hat Rollenspiel Elemente einzubauen, welche sich auch wirklich gut ins Spiel fügen. So hat man nun ein Levelsystem. Man muss also nun drauf achten das man auch das entsprechende Level hat für die jeweilige Mission, ansonsten guckt man schnell dumm aus der Wäsche, wenn es mal hart auf hart kommen sollte.

Level aufsteigen kann man durch die Hauptquest oder halt auch Nebenaufgaben, wo wir auch schon direkt beim nächsten Punkt wären. Es gibt nun sehr viele Nebenaufgaben die man von verschiedenen Charakteren annehmen kann. Durch das Beenden dieser Quests, bekommt man EP und somit steigt man nach und nach auch im Level.

Einige Quests sind auch wirklich gut erzählt, sind witzig und fügen sich gut ins Spiel ein. Leider gibt es aber auch sehr viele Quests, welche sich einfach immer und immer wieder wiederholen. Das hätte man besser lösen können und wird auf Dauer recht schnell langweilig. So wirklich ist dann auch die Motivation nicht da, um alle Quests zu erledigen. Was etwas schade ist, weil sich hier teils wirklich gute Aufgaben verstecken. Zwar kommen diese nicht an das Witcher Niveau ran, sind aber für ein AC wirklich gut erzählt und machen Spaß.

Aber nicht nur durch Quests bekommt man in Assassins Creed Origins EP, sondern auch durch das Besiegen von Gegnern, durch das abschlachten von Banditenlagern oder auch durch das Einnehmen von Festungen, welches ebenfalls möglich ist. Auf der Ganzen Karte sind Festungen / Hauptquartiere verteilt, welche man betreten kann, natürlich auf eigener Gefahr. Hier hat man dann die Aufgabe die Kommandanten zu töten, die Anführer auszuschalten und auch Schätze zu suchen und diese zu plündern. Zu Beginn ist das noch recht spaßig, wird allerdings auch später leider etwas langweilig.

Schiffe in Assassins Creed OriginsNeben das aufleveln des Charakters, kann man auch die Waffen leveln, so wie auch bestimmte Ausrüstungen verbessern, durch bestimmte Ressourcen welche man auf der ganzen Karte findet. Man hat hier auch eine riesige Auswahl an Waffen, welche man nutzen kann. Und was ein Wunder! Jede Waffe spielt sich wirklich anders, zumindest jeder Waffentyp. Das ist besonders spaßig, wenn man das alles mal wieder hin und her wechselt. Macht das Ganze etwas abwechslunglungsreicher.

Ebenso hat man in Assassins Creed Origins eine Art Sklillbaum, wo man seine gewonnen Fertigkeitspunkte bei einem Levelaufstieg investieren kann. Dies ist zwar recht übersichtlich, verbirgt aber nützliche Sachen.

Ansonsten steht das Erkunden ganz weit oben. Denn es gibt an jeder Ecke was neues zu entdecken. Wa Wirkich erstaunlich ist. Die Welt ist riesig, allerdings wird diese nie leer. Die Welt wurde gut gefüllt und wirkt zu jeder Zeit lebendig. An jeder Ecke trifft man auf Charaktere, man findet versteckte Orte und es macht wirklich extrem viel Spaß neue Sachen zu finden und auf riesige Gebäude bzw. Pyramiden zu wechseln.

In den Pyramiden kann man im übrigen auch rein gehen. Zwar sind diese nicht all zu groß aber dennoch findet man hier viele verschiedene Sachen, es lohnt sich also mal einen Blick reinzuwerfen.

Trailer zu Assassins Creed Origins

Fazit – Assassins Creed Origings

Assassins Creed 2 war mein Lieblingsteil. Ich erwähne extra das Wörtchen war, denn seitdem ich Origins gespielt habe, kann ich nun sagen das Assassins Creed Origins den zweiten Teil locker vom Thron gestoßen hat.

Für mich ist der neuste Teil einfach der rundere Teil aus der Reihe. Natürlich gibt es hier und da einige Sachen die mir nicht gefallen haben, wo ich mir gedachte habe das man das vielleicht hätte besser lösen können – aber es überwiegen dann doch mehr die positiven Dinge, die das Spiel zu einem tollen Erlebnis gemacht haben.

Die riesige offene Welt hat mich von Beginn an begeistert. Diese ist schön gestaltet, viele nette Details und besonders lebendig und das ist wirklich bemerkenswert das es fast an jeder Ecke was neue zu entdecken gibt. Aber besonders as Gameplay und die Charaktere haben mich in ihrem Bann gezogen. Es fühlt sich einfach frisch an, dieses Spiel zu spielen und die Charaktere sind unglaublich authentisch rübergebracht und auch sehr sympathisch.

Allein mit der Story bekommt man etwas über 25 Stunden ein tolles Erlebnis geboten, wenn man jetzt auch noch alles andere entdecken möchte, ob nun Nebenquests, Pyramiden und andere Gebäude erklimmen und erkunden dann kommt man locker über 60 Stunden. Auf jeden Fall eine ordentliche Zahl.

Von mir ganz klar eine klare Empfehlung!

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ich bin Dennis, der Autor dieses Blogs. Im Internet kennt man mich als Shukon.
Ich schreibe hier über alles, was mich so interessiert. Von Anime/Manga bis hin zu Games, Serien und Büchern ist hier eigentlich alles zu finden.

Der Blog läuft also ganz unter dem Motto „Alles, was den Autor interessiert.“ Ich wünsche dir viel Spaß auf meiner Seite und vielleicht lässt du ja einen Kommentar da!

One comment

  1. Ich bin leider noch nicht in das Vergnügen gekommen den neuen Assassin’s Creed Teil spielen zu können, lese aber eigentlich wie bei Dir fast nur positives darüber. Bin da übrigens mit Dir einer Meinung, Assassin’s Creed 2 war ebenfalls mein Lieblingstitel, hier hatte ich sogar alle Federn geschafft zu sammeln und was ich auch an Teil 2 positive festhalten muss, es hatte den wirklich besten Soundtrack der Serie!

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