Nioh

Im Test: Nioh – Wie stark sind deine Nerven?

Ich mag Spiele die schwer sind, allerdings hasse ich auch Spiele die schwer sind.

Irgendwie ist das so eine Hass-Liebe zwischen mir und solchen Games. Auf der einen Seite bin ich mehr als fasziniert davon, egal ob Bloodborne, Dark Souls oder jetzt auch Nioh. Aber auf der anderen Seite habe ich bei keinem anderen Spiel so viele Wutausbrüche, wie in den bereits genannten Games.

Sicherlich geht es auch anderen so, wie mir. Aber es ist schon sehr merkwürdig, wie man dennoch so fasziniert sein kann. Vermutlich liegt es daran das man hier eine besondere Bestätigung bekommt, wenn man dann endlich den Gegner erledigt hat?

Wer weiß …

Nioh – das neue Dark Souls?

Diesen Vergleich hört man schon seit der Ankündigung. Dark Souls hier, Dark Souls da. Aber was die wenigsten wissen ist – Nioh gibt es schon länger als Dark Souls.

Zumindest was die Entwicklung angeht.

Natürlich mag man hier einige Elemente übernommen haben, allerdings ist das ein geringer Teil des Spiels. Ich für meinen Teil konnte jetzt nicht so viele Ähnlichkeiten zwischen den beiden Spiele entdecken. Schwierigkeitsgrad ist letztendlich kein Grund, damit man behaupten kann das Spiel würde sich mit diesem stark ähneln.

Natürlich gibt es einige kleine Elemente die einem doch recht vertraut vorkommen. Wir haben hier zum Beispiel sogenannte Schreine, welche im Grunde die Funktion des Leuchtfeuers in Dark Souls einnehmen. Von hier kann man eine Pause einlegen, sich komplett heilen und alles bzw. die Gegend zurücksetzen. Plötzlich sind wieder alle Gegner dort, wo sie zuvor standen und man kann sich erneut durch die Horde schlachten. Ebenso levelt man seinen Charakter hier auf, mit Amrita, was man sammeln kann indem man Gegner tötet. Vergleichbar mit den Seelen. Wenn man dann unterwegs stirbt, so taucht man beim letzten Schrein wieder auf, allerdings ohne Amrita. Diese kann man sich aber zurückholen, indem man die Amrita dort zurückholt, wo man gestorben ist.

Nioh: Das Sterben kann beginnen

Nioh - der erste BossIn Nioh spielt man William, welcher aus England kommt und zu Beginn müssen wir aus einem Gefängnis fliehen. Nichts leichter als das, William haut einfach paar mal gegen eine Wand und schon gibt es einen Fluchtweg.

Das komplette Gefängnis dient als Tutorial und soll dafür sorgen das man sich mit der Steuerung vertraut machen kann, um letztendlich das Spiel zu verstehen. Die Steuerung mag zu Beginn etwas ungewöhnlich sein. Es steuert sich anders, als ein Dark Souls, welches man zuvor gewohnt war. Aber ich möchte das Spiel jetzt ungern mit Dark Souls vergleichen. Letztendlich sind beides verschiedene Spiele.

Deine Aufgabe ist es im Tutorial aus dem Gefängnis zu fliehen und am Ende wartet auch ein kleiner Boss, damit du hier schonmal ein Gefühl bekommst. Wobei dieser leicht ist, im Gegensatz zudem, was danach auf dich wartet.

Mit einem Schiff machst du dich dann auf dem Weg nach Japan. Wieso, weshalb und warum möchte ich an dieser Stelle nicht verraten.

Nioh: Nach dem Tutorial ist erst der Anfang

Man wird schnell merken dass das Spiel einem nichts schenkt. Es will dem Spieler weder das Leben leichter machen, noch ist es aber wirklich unfair. Das Spiel mag verdammt schwer sein, allerdings ist es zu keiner Zeit in irgendeiner Art und Weise unfair, auch wenn manch ein Boss doch recht unfair rüberkommt.

Und ja, es kann nervig sein, wenn man plötzlich einem Boss gegenübersteht der einen Paralysieren / Lähmen kann und dann wie wild auf einen draufhaut. Aber mit der richtigen Taktik, der richtigen Ausrüstung und Items ist jeder Boss machbar und das Spiel selbst belohnt einen mit tollen Gegenständen!

Das Tutorial selber ist noch recht einfach, wobei man auch hier schon den ein oder anderen harten Gegner treffen wird. Aber letztendlich ist man da schnell raus, maximal eine halbe Stunde und schon befindet man sich in Japan, wo das Spiel eigentlich erst anfängt.

Denn ab hier sollte man noch vorsichtiger sein, denn Gegner können nicht nur gut sichtbar irgendwo stehen, sondern sich auch hinter Kisten oder Ecken versteckt haben. Sobald man in deren Sichtweise ist, greifen diese sofort an. Daher sollte man nie durch die Gebiete rennen, sondern immer mit Bedacht voranschreiten.

Das Spiel spielt sich verdammt gut

Nioh - Ganz schön düster!Nach solch einer langen Zeit der Entwicklung sollte man ja annehmen das sich das Spiel sauber und flüssig spielen lässt. Wobei es hier auch Beispiele gibt, die das Gegenteil zeigen.

Nioh jedoch gehört auf keinen Fall dazu. Es spielt sich verdammt gut, flüssig und ich hatte bis jetzt selten Laggs bzw. kann diese an einer Hand abzählen und ich denke mal ein paar Laggs kann man jedem Spiel verzeihen, besonders Nioh.

Neben dem flüssigen Spielfluss, bietet das Spiel ein tolles Kampfsystem. Es ist verdammt schnell aber auch strategisch, aber besonders gefallen hat mir die Schnelligkeit von dem Spiel, die Möglichkeit wie man einen Kampf bestreiten kann. Man bekommt hier so viele Möglichkeiten geboten, wie man sich durch die Gebiete kämpfen kann, da macht es einfach Spaß hin und wieder mal zu wechseln und was neues auszuprobieren.

Besonders gut hat mir auch das Skillsystem gefallen und die damit verbundenen Klassen, welche man nach und nach kennenlernt. Vor allem gefällt mir auch die Vielfalt an Waffen, die man hier geboten bekommt. Aber nicht nur das …

Das Lootsystem

Das Lootsystem ist einfach super. Wenn man Diablo 3 schonmal gespielt haben sollte, dann hat man eine gewisse Vorstellung von diesem System.

Egal was für Gegner man tötet, fast jeder lässt ein Haufen an Zeugs fallen und da ich ja so verspielt bin, mag ich es, wenn plötzlich alles glitzert vom Loot, nach einem Kampf.

So bekommt man auch von normalen Gegner super Sachen, welche man immer gebrauchen kann. Ich gehöre allgemein zu denen, die wirklich alles einsammeln – wirklich alles! Aber es ist auch einfach zu verlockend.

Übrigens: Erinnerst du dich an diese Kobolde in Diablo 3? Die viel Loot liegen lassen, wenn man diese tötet? Solch ähnlichen Kreaturen gibt es auch in Nioh.

Der Schwierigkeitsgrad in Nioh

Nioh - Auf in die Schlacht!Wie schon erwähnt ist das Spiel kein leichtes. Ganz im Gegenteil. Wobei der Schwierigkeitsgrad hier hin und her schwankt. Man hat Gegner, welche wirklich leicht sind (aber können einen doch töten) und dann hat man wieder Gegner vor sich, die doch schon herausfordernder sind.

Das kann man auch auf die einzelnen Bosse beziehen und davon gibt es in dem Spiel wirklich genug. Einige von denen sind echt schwer, dann gibt es wieder Bosse die habe ich sofort beim ersten Versuch besiegt.

Ich persönlich finde das aber recht gut, so zieht sich der Schwierigkeitsgrad zum Glück nicht bis zum Ende. So kann man auch schon mal etwas verschnaufen und es langsamer angehen lassen, als bei anderen Gegnern.

Aber man bekommt hier auch sehr leicht den Anschein dass das Spiel ein Kinderspiel sei und so kann es passieren das man dann auch mal normale Feinde unterschätzt. Auch habe ich mal den ein oder anderen Boss etwas unterschätzt. Wurde aber schnell wieder auf dem Boden der Tatsachen zurückgeholt.

Wenn man sich durch Gegner boxt bekommt man, wie schon oben erwähnt, sogenannte Amrita. Mit diesen kann man seinen Charakter aufleveln. Das Leveln geht recht einfach. Man begibt sich zu einem Schrein und betet an diesem. Schon erscheint ein Menü, während man in diesem ist, kann man auch nicht angegriffen werden! Von hier kann man viele verschiedene Sachen erledigen, auch das aufleveln des Charakters. Man kann hier Amrita ausgeben um die einzelnen Werte wie z.B Stärke, Geschick oder auch Leben, Ausdauer zu erhöhen. Pro Punkt den man dort erhöht, steigt man auch ein Level.

Neben dem aufleveln ist es auch möglich am Schrein den Schutzgeist zu wechseln. Ja, man hat einen Schutzgeist, welchen man aufladen und dann beim Kampf rufen kann. Je nach dem wie weit man im Spiel ist, schaltet man immer weitere Schutzgeister frei, welche einem dann beim Kampf helfen können. Ebenso kann man vom Schrein aus, andere Spieler rufen oder zumindest das Spiel für andere Spieler öffentlich machen. Dazu muss man einen bestimmten Gegenstand opfern.

Stirbt der gerufene Spieler, so verschwindet dieser auch wieder aus dem Spiel und man muss erneut was opfern. Auch kann man von hier aus seinen Schutzgeist zurückrufen, wenn man zuvor gestorben sein sollte. Allerdings verliert man alle Amrita, welche man bis dato gesammelt hatte.

Nioh ist nicht ganz Open World

Nioh - erstmal versteckenNioh ist kein Open World Spiel. Man hat hier keine offene Welt, so wie man es kennt, wo man von Ort zu Ort laufen muss. Sondern das Ganze ist in Missionen unterteilt, welche auf einer Karte angezeigt werden. Wählt man eine Option landet man in diesem Gebiet und kann sich durch die Gegner kämpfen. Ist eine Mission geschafft, kehrt man zur Missionskarte zurück.

Das macht das Spiel aber nicht schlechter, ich persönlich finde sogar das es ganz gut zum Spiel passt.

Auf der Karte sieht man, wie schon erwähnt, die einzelnen Missionen, ebenso gibt es auch hier Nebenmissionen und ganz besonders schwere Aufträge, die man erledigen kann, neben den Hauptaufgaben. Dazu gibt es auch jeweils immer eine kleine Missionsbeschreibung von den jeweiligen Charakteren, die dich bitten diesen Auftrag anzunehmen.

Neben den Aufträgen kann man auch von hier aus den Schrein aufrufen um seinen Charakter z.B aufzuleveln. Auch hat man hier nun die Möglichkeit die Schmiede zu nutzen oder andere kleine Tätigkeiten zu tätigen. Auch diese schaltet man nach und nach frei.

Im späteren Verlauf kann man auch Ruhm gegen Sachen eintauschen. Ruhm ist übrigens die Währung die man bekommt, wenn man verstorbene Spieler besiegt.

Der Kampf gegen verstorbene Spieler

Wenn man so durch die Gebiete läuft, wird man schnell merken das immer mal wieder rote Schwerter im Boden stecken. Das sind verstorbene Spieler, die man beschwören kann.

Aber keine Angst, die Spieler werden vom Computer gesteuert, sind daher nicht ganz so schwer. Man sollte allerdings drauf achten was für eine Stufe der jeweilige besitzt, bevor man diesen beschwört.

Das Interessante daran ist im Übrigen das diese ebenfalls Sachen fallen lassen, teilweise komplette Rüstungen, welche sehr nützlich sein können, da man hier recht gute Ausrüstungen bekommen kann.

Neben der Ausrüstung gibt es dann auch noch Ruhm, welche man später im Spiel gegen Sachen eintauschen kann, unter anderem kann man seinem Charakter ein anderes Aussehen durch Ruhm erkaufen. So kann man zum Beispiel mit dem Aussehen eines anderen Charakters, aus dem Spiel, rumlaufen.

Fazit

Im Ganzen kann man auf jeden Fall sagen das Nioh ein rundum gelungenes Spiel ist. Natürlich nicht perfekt, auch Nioh hat seine Macken, aber genau über die paar kann ich gern hinwegsehen, weil einfach alles stimmt.

Das Spiel sieht einfach nur gut aus, zwar gibt es Spiele mit einer besseren Grafik, allerdings ist das ja nicht alles, oder? Das Setting ist frisch, unverbraucht und genau das kommt dem Spiel ebenfalls zu gute. Das Gameplay stimmt, ist flüssig, schnell und es macht verdammt viel Spaß sich mit den verschiedensten Gegner anzulegen.

Einzig was ich nicht ganz befürworten kann, ist der Multiplayer, zumindest das was man hier entschieden hat. Wenn man einen anderen helfen möchte, muss man die Mission bereits gemacht haben. Das bedeutet, wenn man selbst die Mission noch nicht gemacht hat, so wird man seinen Freunden oder anderen Spieler nicht zur Hilfe kommen können. Das hätte man natürlich anders regeln können, vor allem für diejenigen die gerne die Missionen zu zwei Spielen möchten.

Ansonsten kann ich das Spiel jedem nur empfehlen, es lohnt sich wirklich!

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About Shukon

Hey, ich bin Dennis, der Autor dieses Blogs. Im Internet kennt man mich als Shukon. Ich schreibe hier über alles, was mich so interessiert. Von Anime/Manga bis hin zu Games, Serien und Büchern ist hier eigentlich alles zu finden. Der Blog läuft also ganz unter dem Motto "Alles, was den Autor interessiert." Ich wünsche dir viel Spaß auf meiner Seite und vielleicht lässt du ja einen Kommentar da!

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